Monty Alexander Trio

Lehartheater

Bad Ischl
Do. 25. Mai 2006

Monty Alexander: piano
Hassan Shakur: bass
Winard Harper: drums

Eine Veranstaltung im Rahmen des Festivals "Shake the Lake" in Kooperation mit den Jazzfreunden Bad Ischl

Toller Piano-Entertainer

Monty Alexander ist ein Klavierfuchs, beherrscht er doch sein Metier und vor allem "sein" Publikum. Er weiß schlicht und einfach, was er zu tun hat. Zurück bleiben Begeisterung und Standing Ovations.
Der Mann aus Kingstone/Jamaica mit dem ganz großen Latin-Piano-Touch und dem äußerst eleganten und zwingenden Äußeren bestimmt seit mehr als 30 Jahren die Jazz-Klavier-Schule. Und Monty ist ein genialer Entertainer - natürlich ohne in Platitüden abzugleiten.
Dazu spannt er auf den weißen und schwarzen Tasten einen großen Bogen von frühen Boogie-beeinflussten Standards bis zu groovigen Latine Schmeichlern.
Ein kongeniales Begleitteam mit Hassan Shakur und Winard Harper an die dicken Bass Saiten und an den Fellen.
Der Mann hat ein gewisses Feuer, immense Kraft, intensive Musizierfreude und einen ganz großen Draht zu seinem Publikum.
Man hat es ihm vielfach gedankt - nicht zuletzt wegen der grenzgenialen Interpretation des Bob Marles Songs "No Woman - No Cry". Dabei überhört man auch mal gerne eine gewisse Überprofessionalität.
Einfach zum Niederknien.

Roland Holzwarth - Salzkammergut Rundschau, 31.05.2006

Spielsüchtiger Entertainer

Mit Temperament in Spiel und Körpersprache markiert Kazzpianist Monty Alexander seine karibische Herkunft. Der vor 62 Jahren in Kingstone geborene Jamaikaner gab im Lehartheater in Bad Ischl Zeugnis davon. Mit Hassan Shakur (Bass) und Wynard Harper (Schlagzeug) eine herzhafte Sache.

Montgomery Bernard Alexanders Finger gleiten in perlender Reihe über die Tasten. In keinem Tempo, von der träumerischen Ballade bis zum Latin-Fieber, hält er seine Spiellust zurück. Hämmert die Linke einen kraftvollen Beat, so sprudelt die Rechte mit raffinerter, gradezu luxuriöser Notenwahl ein Feuerwerk an Ideen.

Zitate aus dem ethnischen Erbe und dem ewigen Jazz-Fundus sind dabei, Bluesige Licks und Kicks würzen den Schönklang mit erdiger Schwerer Beifall für den spielsüchtigen Enterrainer.

Peter Baumann - Krone Zeitung, 28.05.2006