KENNY GARRETT QUINTET

Stadttheater, Gmunden
25.07.2013

In Kooperation mit den Festwochen Gmunden

Kenny Garrett: saxes, lead
Vernell Brown: piano
Corcoran Holt: bass
Rudy Bird: percussion
McClenty Hunter: drums






Foto: Roland Holzwarth



Foto: Rudi Gigler

Foto: Roland Holzwarth

Mit einem hochkarätigen und vielseitigen Programm brillieren die Salzkammergut Festwochen Gmunden auch in ihrer 27. Spielsaison von 19. Juli bis 31. August 2013. Möglich machen das kulturinteressierte Sponsoren, wie die Brauerei Zipf, die dieses Jahr Star Saxophonisten Kenny Garret präsentiert.
Video: salzi.tv

ORF Ö1 "On stage": Montag 26. August 2013 um 19:30 Uhr
Kenny Garrett live at Stadttheater Gmunden

Der amerikanische Saxofonist Kenny Garrett gilt als virtuoser Improvisator. Sein Spiel mit oft unerwarteten Wendungen und Brüchen brachte ihm heuer zwei Grammy-Nominierungen ein. Beim deutschen Jazz Echo Preis wurde er dieses Jahr als bester Saxofonist ausgezeichnet. Mit seiner Band stellte er im Rahmen der Salzkammergutfestwochen im Stadttheater von Gmunden sein aktuelles Programm "Seeds From The Underground" vor.
Marlene Schnedl mit den Höhepunkten des Konzerts.
http://oe1.orf.at/programm/347140

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Beim Jazz die Balance zwischen Intellekt und Seele finden


Mit der Verpflichtung von Kenny Garrett ist es den Salzkammergutfestwochen Gmunden gelungen, einen echten Superstar an den Traunsee zu bringen.Am Donnerstag, 25. Juli spielt Kenny Garrett mit seinem Quintett im Stadttheater Gmunden. Die OÖNachrichten bekamen exklusiv die Gelegenheit zu einem Interview mit dem Saxophonisten.
OÖNachrichten: Wann haben Sie zuletzt in Österreich gespielt?
Kenny Garrett: Das war vor zwei Jahren in einem kleinen Club, dem Porgy & Bess in Wien. Und 2008 spielte ich mit Chick Corea und John Mc Laughlin auch in Wien. Ich erinnere mich gern an die netten, warmherzigen Leute.
Sie spielten mit so vielen großen Musikern. Was waren da die markantesten Einflüsse?
Als Junger lernst du von jedem. Miles Davis war ganz besonders wichtig, aber auch der Trompeter Woody Shaw. Relevant ist derjenige, der dir hilft, eine eigene Stimme zu entwickeln. Viele eröffnen dir neue Perspektiven. Der Jazz bewegt sich, entwickelt sich, und jeder hat seine Helden.
Der Jazz hat sich von den Tanzsälen in die Konzerthallen verlagert. Ist er zu intellektuell geworden für ein großes Publikum?
Jazz war immer die Musik einer kleinen Gemeinschaft. Wichtig ist es, die Balance zu finden zwischen Intellekt und Seele. Da gibt es auch wenig Unterschied zwischen Europa und den USA. Es macht Freude, für Leute zu musizieren, die mit dem Herzen dabei sind und dadurch die Musik verstehen.
Die wirtschaftliche Lage junger Musiker in Österreich ist schwierig. Wie ist das in den USA?
Unterschiedlich. Manchmal ist Jazz populär, dann wieder weniger. So sind auch meine beiden Grammy-Nominierungen in diesem Jahr zu sehen. Sie helfen aber zweifellos, meinen Jazz einem breiteren Publikum zu öffnen. Diese Form der Anerkennung ist für amerikanische Jazzer von enormer Bedeutung. Viele Musiker unterrichten in Schulen, was dazu beiträgt, den Nachwuchs zu fördern.
In Gmunden werden Sie Musik aus der CD „Seeds from the Underground“ spielen.
Die CD ist den Musikern gewidmet, die mich unterstützt haben oder die Einfluss auf mich gehabt haben. Wie Keith Jarrett, Duke Ellington oder der Drummer Roy Haynes. Alles Leute, die mein Leben irgendwie berührt haben, eben „Seeds from the Underground“ („die Saat aus dem Untergrund)“.

Christoph Haunschmid - Oberösterreichische Machrichten, 24.07.2013
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Garrett: Es dampft, es swingt, es kocht

Am Donnerstag gastierte im ausverkauften Gmundner Stadttheater im Rahmen der Salzkammergut-Festwochen einer der angesehensten Saxophonisten der Jazz-Welt: Kenny Garrett mit seinem Quintett. Am 25. August 1991 gab Miles Davis in Hollywood das letzte Konzert vor seinem Tode. Mit ihm stand ein junger Altsaxophonist auf der Bühne: Kenny Garrett. Sein energiegeladenes Spiel stand in einem perfekten Kontrast zu den sparsamen und unterkühlten Einwürfen des Trompeters. In Gmunden präsentierte Garrett sein aktuelles Album "Seeds from the Underground" über das Garret sagt: Jeder Song auf diesem Album ist für jemanden geschrieben, der einen Samen in mein Leben pflanzte und so zu meiner Entwicklung beigetragen hat." Das Line-Up: Kenny garret (Saxophon), Vernell Brown (Piano), Corcoran Holt (Bass), Rudy Bird (Percussion), McClenty Hunter (Schlagzeug). Obwohl hochkarätig besetzt ist es Garretts Saxophon, das die meiste Aufmerksamkeit auf sich zieht. Einmal sonnig verspielt, dann wieder frech und mutig bis zu wehmütig und nachdenklich ("Ballad Jarrett") geling es Garrett, unabhängig von der Stimmung, melodische Bögen zu spannen. Jeder Ton hat das Potenzial zur Ekstase. Jedes Solo erzählt eine Geschichte. Unverkennbar aber der Einfluss des großen John Coltrane. Das Ergebnis: Heiß-kochender Post-Bop, der mit Feuer und Verve von Garretts band unterstützt wird - es dampft, es swingt, es kocht. Großartiger, geradliniger Jazz mit aufgedrehten Emotionen, dem sich das Stadttheater-Publikum nicht entziehen konnte. Standing Ovations!

Josef Gebetsroither - Neues Volksblatt, 23.07.2013
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Kenny Garrett verzauberte mit seinem fulminanten Jazz – Funk Mix das Festwochen Publikum.

Dass bei einem Jazzabend in Gmunden der Saal tobt, die Musiker Standing Ovations und nicht enden wollenden Applaus ernten und schließlich sogar Teile des Publikums zu tanzen beginnen – das muss man erst mal schaffen.
Einer hat es wie mit „Zauberhand“ und „magic saxophone“ geschafft. Kenny Garrett heißt der Mann. Und ich verwette mein Rezensenten image, das wird so schnell nicht mehr der Fall sein.
Denn es braucht dazu viele Rahmenbedingungen und die haben an diesem wunderbaren Sommerabend gepasst wie selten. Eine mutige Festwochenintendanz (vielen Dank für die Courage Frau Skokan!!), einen sachkundigen Verein (thanx Ischler Jazzfreunde!) und eine zum musikalischen Zauber fähige Band.
Der Abend war irgendwie zweigeteilt: Der erste Teil war so etwas wie eine musikalische Introduktion in die Welt des Jazz. Viel Improvisieren, jede Menge mutige und faszinierende Soli, höchstes instrumentelles Können und ein ganze Ladung rund um das Wissen, was guten Jazz ausmacht.
Was das Konzert so einmalig machte, war allerdings der zweite Teil des Abends. Ein unwiderstehliche musikalische Entführung aus den „Untiefen“ des Alltags in die Welt der musikalischen Verzauberung. Das ganze Quintett (jemanden besonders hervorzuhaben – wäre mehr als gewagt!) hatte mit seinen Songs aus dem großen Kontext der schwarz – amerikanischen Musiktradition eine schon fast magische Sogwirkung auf das Publikum, das wahrlich nicht nur aus eingeschworenen Jazzfans bestand. Da gab es kein Entkommen, es wurde geklatscht wie selten, ich sah viele Leute so richtig „grooven“ (es war schon deutlich mehr als Wippen) und die Augen glänzten und die Ohren glühten vor Begeisterung und der Rezensent weiß nicht mehr so richtig, wie diese Lobeshymne enden kann.
Die Songs Garretts haben nicht nur Tiefgang, sie stecken auch voller Suspense und noch mehr Intensität. Viele Lieder beginnen erst zögernd und melodiös jazzig, entwickeln sich dann aber oft überraschend, werden mehr als kraftvoll.
Einfach jetzt aufhören damit und die beiden Veranstalter auffordern, in diesem obigen Sinne für das nächste Jahr schon jetzt mit der Planung für ein derartiges Event zu beginnen. Es gilt für die Zukunft ähnliche Schätze an die Veranstalter Oberfläche zu zerren.
Mit einem „weiter so!!“ verbleibe ich fasziniert

Roland Holzwarth, 31.07.2013
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Jazzdialoge
Kenny Garrett Quintet - Seeds from the Underground

In Kooperation mit den Jazzfreunden Bad Ischl
Salzkammergut Festwochen Gmunden, Stadttheater Gmunden 25.7.13, 19.30 Uhr

Geschwindigkeit und voller Klang von der ersten Sekunde, Forte bis Pianissimo, rund, voll und mitreißend, kraftvoll tritt vor allem Kenny Garret, der lange Zeit im Duke Ellingtons Orchester, Art Blakey und bei anderen Größen spielte, in Dialog mit einzelnen Instrumentalisten. Improvisation und das Eingehen der Virtuosen auf einander bereicherte die stücke. Die Fingerfertigkeit nicht nur des Klavierspielers Vernell Brown sondern des Bassisten Corcoran Holt wie des Bandleaders Garrett waren unüberbietbar. Die Rhythmik und Lockerheit des Perkussionisten Rudy Bird weichten auch die letzten starren Züge einiger weniger Besucher auf. Das Zwiegespräch zwischen Saxophon und Drums wurde im 2. Stück zwischen Sax und Schlagzeug weitergeführt, im dritten mit dem Piano und weiters mit dem Bass. Der Dialog fand auch durch den Beifall mit dem Publikums statt und steigerte sich zu schweißtreibenden Standing Ovations.
Ein wirklich toller Jazz-Abend. Der beste improvisierte Jazz!

Eva Riebler, LitGes - St. Pölten
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Salzkammergut Festwochen Gmunden: Jazzkonzert Kenny Garrett Quintet
US-Jazzstar Kenny Garrett gastierte mit seinem Quintet im Rahmen der Salzkammergut Festwochen im Gmundner Stadttheater.
Video: BTV - SALZKAMMERGUT