Albin Brun Alpin Ensemble

PKS-Villa Rothstein, Bad Ischl
21.05.2015

Albin Brun: Tenor- und Sopransax, Schwyzerörgeli
Patricia Draeger: Akkordeon
Claudio Strebel: Kontrabass
Marco Käppeli: Schlagzeug

ABAE tus

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ABAE sax

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Foto: Roland Holzwarth

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Musikalischer Gipfelsturm in der PKS Villa

Das Albin Brun Alpin Ensemble macht seinem Namen alle Ehre und führte das Publikum quasi als musikalische Sherpas zu ungeahnten Hörgipfeln.

Für dieses Schweizer Musik – Berg Erlebnis braucht es keine Steigeisen, keine Kletterausrüstung und gar Sauerstoffgeräte. Man muss sich nur auf diese wunderbaren Jazz-musikalischen BergführerInnen einlassen und sie führen uns vollkommen gefahrlos zu bisher noch nie erklommenen Hör- und damit auch zu Gefühlserlebnissen.

Albin Brun, einer der profiliertesten Schweizer (Jazz) Musiker, lässt sich grundsätzlich von „seiner“ Schweizer Volksmusik inspirieren, von der Stimmung und dem Songaufbau sowieso, aber auch vielmehr von der Instrumentierung. Sein Spiel auf dem Schwyzerörgeli (was für eine tolle Wortschöpfung im Rahmen der deutschen Sprache!!) war schon eine einmalige Sache. In diesem Zusammenhang war vor allem das „blinde“ Verständnis mit seiner Akkordeonmusikerin Patricia Draeger auffallend und beeindruckend. Selten so Variantenreiches auf den zwei „Schifferklavieren“ gehört.

Lichtjahre entfernt von Volkliedklischees alpinen Ursprungs. Dazu trug auch bei, dass die Songauswahl von „alpinangehauchten“ Stücken bis zu internationaler Weltmusik reichte.

Alles großartig virtuos, lebendig, manchmal sehr melodiös, smooth und vor allem „echt“ vorgetragen – kein Wunder reichte die Begeisterung der BesucherInnen bis in Gipfelhöhen.

Dazu beigetagen haben die beiden Rhythmiker Claudio Strebl und Marco Käppeli an den Drums mit ihrem grundsoliden rhythmischen Fundament.

Schönes persönliches und musikalisches Verständnis zwischen den „Svizzeri“.

So entstand an diesem gemütlichen und vor allem stimmungsvollen Abend in der „Engleiten“ ein großes Wohlgefühl bei den Musikern und noch mehr beim Publikum. Großer Applaus war nur ein kleines Dankeschön für ein wunderbares musikalisches Engagement seitens des Alpin Ensembles.

Bei den vielen musikalischen „Höhenerlebnissen“ gab es keinerlei „Höhenkoller“ aber durchaus ein rauschartiges Erlebnis wie in mindestens 5000 Höhenmetern.

Der „Abstieg“ in die Untiefen des Alltags fiel nicht allzu leicht und die musikalische Essenz des Alpin Ensembles hatte noch einen langanhaltenden Nachhall weit über diesen Abend hinaus.

Abschließend sei gesagt: Ein tolle und für viel Verständnis sorgende Botschaft vom kleinen Nachbarn im Westen mit der großen individuellen Note.

Der (musikalische) Schweizer Wechselkurs war an diesem Abend abseits der ökonomischen Weltlage und neben dem limitierten Kursverhältnis mehr als grundsolide. So braucht man sich um die (musikalische) Exportbilanz der Schweiz keinerlei Gedanken machen!

Grüezi miteinand an das Alpinensemble und „merci vielmals“ aus Bad Ischl

wünscht

Roland Holzwarth

ABAE so ABAE dms
Foto: Roland Holzwarth