Jean-Luc Ponty & His Band

Stadttheater Gmunden
So. 22. Juli 2012
In Kooperation mit den Salzkammergut Festwochen Gmunden

Jean-Luc Ponty: violin
William Lecomte: keyboards
Guy Nsangué Akwa: bass
Damien Schmitt: drums

Ponty
Foto: Rudolf Gigler
Ponty B

Ponty D

Ponty Band
Foto: Rudolf Gigler
Ponty VB
Foto: Rudolf Gigler

Bericht zum Konzert am Sonntag, dem 22.07.2012 im Stadttheater Gmunden mit Jean-Luc Ponty & Band

Violinist Jean-Luc Ponty, Kultfigur der europäischen Jazz Szene seit den frühen 60er Jahren, kam mit Triobegleitung zu den Festwochen Gmunden. Es war eine glückliche Kooperation zwischen den Jazzfreunden Bad Ischl und den Festwochen. Der swingende Strich des 70jährigen Franzosen und die intensiv treibende Rhythmik begeisterten mit zeitgenössischen Klangspektren des Publikum im Stadttheater Gmunden.
Jean-Luc Ponty ist einer der glänzenden Sterne am europäischen Jazzhimmel. Anfang der 50er Jahre emanzipierte er das Saiteninstrument von den kratzenden Swinggeigern der 30er und 40er Jahre.
Nach der Vormacht von Joe Venuti, Stuff Smith, Stephane Grappelli und Ray Nance führte Ponty die Violine in die Welt des Charlie Parker und John Coltrane. In den eleganten Tonschwall mischen sich Ethnik & Folklore. Mit William Lecomte (Keyboard), Guy Nsangue Akwa (Bass) und Damien Schmitt (Schlagzeug) berührt Ponty Psyche und bewegt die Physis seines Publikums. Intelligente Elektronik verstärken poetische Melodik und leidenschaftliche Rhythmik zum jubilierenden Klangfluss.

Peter Baumann - Jazzkurator Salzkammergut Festwochen Gmunden

Ponty V
Foto: Günther Gröger
Ponty K
Foto: Rudolf Gigler

Jazz-Geiger gastierte in Gmunden
Jean-Luc Ponty begeisterte bei den Salzkammergut-Festwochen

Am Sonntag gastierte erstmals im ausgebuchten Stadttheater Gmunden der im September 70 Jahre alt werdende französische Jazz-Geiger Jean-Luc Ponty mit exquisitem Quartett im Rahmen der Salzkammergut-Festwochen.
Seit dem 69er Album „Hot Rats“ (das Album gilt als eines der ersten Jazzrock-Alben) und Pontys Platte „King Kong“, welche ein Jahr später unter Frank Zappas Regie erschien, ist der Jazzrock der 70er Jahre ohne Pontys Geigensound nicht mehr vorstellbar. Er kreierte einen ganz neuen Geigensound, indem er sein Instrument um eine Oktave tiefer als gewöhnlich stimmte. Sein Markenzeichen: ein leicht funkiger Geigenjazzrock, welcher am Sonntag von den exzellenten Begleitmusikern William Lecomte am E-Piano, Guy Nsangué Akwa am E-Bass und Damien Schmitt am Schlagzeug in ein dichtes, locker voranschreitendes Gerüst verwoben wurde.
Pontys virtuos gespielte Violine (mal elektrisch verstärkt, mal akustisch) erhebt sich fein darüber, ohne zu dominieren. Beginnend mit Stücken aus den 70er Jahren („Mirage“ aus dem Album Enigmatic Ocean), einem Medley aus Kompositionen der 80er und eine wundervoll weiche Interpretation des Monk-Klassikers „Round Midnight“ im Duo mit William Lecomte rundeten das Anfangsset ab. Lecomte am E-Piano und (leider zu selten) der famose Guy Nsangué Akwa am E-Bass (seit 20 Jahren mit Ponty am Set) spielten sich infolge ab und zu in den Vordergrund. Ansonsten wurde solide, recht typische Mittsiebziger-Fusionkost, die allerdings durch Pontys Geigenkunst einen durchaus eigenen, symphonisch-progressiven Charakter erhielt, geboten. Das Publikum zollte dem Star-Geiger frenetischen Applaus!

Josef Gebetsroither - Volksblatt, 24. Juli 2012

Jazz der Spitzenklasse bei den Salzkammergut Festwochen

Wer nach dem Außergewöhnlichen im Jazz sucht, der wird bei Jean-Luc Ponty & His Band fündig. Denn die Geige ist schon etwas Außergewöhnliches im Jazz. Jubiläen können auch außergewöhnlich sein. Der 70 Jahre alt werdende Jean-Luc Ponty gastierte zum ersten Mal bei den 25 Jahre alt gewordenen Salzkammergut Festwochen Gmunden. Und nicht zuletzt sollte man hier die außergewöhnliche musikalische Leistung der vier Virtuosen erwähnen.
Der Abend am 22. Juli im Gmundner Stadttheater mit Jean-Luc Ponty (Geige), William Lecomte (Keyboard), Guy Nsanguè Akwa (Bassgitarre) und Damien Schmitt (Schlagzeug), wird unvergesslich bleiben. Die Zeit des Doppelsets ohne Pause verging wie im Flug. Aufatmen konnte man erst nach der Zugabe. Dabei gab es sämtliche Stimmungsfacetten: lebendige, temperamentvolle Gradierungen, aber auch langsame, melancholische Phasen. Dynamische Explosionen, stürmische und anpackende Soli der Bassgitarre und des Schlagzeuges machten Platz für Lyrik. Wie auf einer Insel im Ozean des kraftvollen Musizierens, spielten Geige und Klavier im Duo, danach blieb die Geige alleine auf der Bühne. Doch ihr Ton war stets ausdrucksstark und selbstsicher im Quartett. Mit der Reife eines Philosophen führte Ponty zu Höhen und Tiefen des musikalischen Erlebnisses. Seine Band begleitete ihn mit Perfektion.

Mag. Yuliya Atzmanstorfer

Ponty VK
Foto: Günther Gröger
Ponty Blumen
Foto: Günther Gröger

Jazzlegende Jean-Luc Ponty geigte bei Festwochen Gmunden
Die Freude am Unglaubliche

Den französischen Geiger Jean-Luc Ponty kann man wohl mit Fug und Recht als lebende Jazzlegende bezeichnen. gemeinsam mit seiner Band gastierte der demnächst 70 Jahre jung werdende bei den Salzkammergut Festwochen in Gmunden. Eine echte freude, so hervorragenden Musikern bei der Arbeit zuzuhören!

Was in dieser Formation an musikalischer Genialität zusammenfindet, sucht seinesgleichen. Zum einen ist da der virtuose William Lecomte am Keyboard, dann der aus Kamerun stammende Bassist Guy Nsangué Akwa, der seinem Instrument Unglaubiges entlockt. Und schließlich ist da noch der junge, unvergleichliche Damien Smitt am Schlagzeug, der so viel Power in den Drumsitck hat, dass die anderen Musiker für sein Solo die Bühne verlassen.
Mit ihrer ungeheueren Spielfreude und einem stets überraschenden Rhytmus ließen "Ponty & his Band" eine Klangwelle entstehen, auf der Jean-Luc Ponty mit feiner Klinge die Töne seiner Geige reiten ließ. Die reise ging dabei von Kompositionen aus den 70er Jahren bis hin zu Werken aus Pontys neuerem Album "The Atacama Experience".

Johhan Wahlmüller - Krone Zeitung, 24. Juli 2012

Der Jazzgeiger Jean-Luc Ponty hat mit Zappa genauso gearbeitet wie mit Stéphane Grappelli.
Ins Gmundner Stadttheater kam er mit so ausgesuchten Musikern wie Guy Nsangué Akwa: begeisterter Applaus aber nur eine Zugabe.