Rotem Sivan Trio

PKS-Villa Rothstein, Bad Ischl
09.05.2019

ORF - Aufnahme

Rotem Sivan: guitar
Itamar Gov-Ari: keys
Nathan Ellman-Bell: drums

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Foto: Roland Holzwarth
RST 25 RH
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Rotem Sivan
gab mit seinem Trio ein umjubeltes Konzert auf Einladung der Jazzfreunde in der PKS-Villa. In der für den Jazz nicht allzu üblichen Besetzung Gitarre-Keyboard-Drums erklängen auch Stücke, die bei einem Jazz-Konzert nicht unbedingt erwarten würde, z.B. Bob Dylans "Make you fell my love".

Manfred Madlberger - Ischler Woche, 22. Mai 2019


















Die Jazz – Gitarre lebt und wie!

Jazzkonzert mit dem Rotem Sivan Trio in der PKS Villa in Bad Ischl.

Der „Wonne Monat Mai“ hat neben viel Salzkammergut Regen auch ein formidables Jazzkonzert zu bieten. Eines gleich mal vorweg: es war großartig, innovativ, phantasievoll und ganz schön retroorientiert.

Ob das Gebotene „echter“ Jazz war? Sei’s drum.

Es war auf jeden Fall mehr als eine phantastische Darbietung des „Dreiers“ aus dem israelisch geprägten New Yorker Umfeld. Und damit ein weiteres Konzert – Highlight der Ischler Jazzfreunde. Obmann Tantana und seine Leute haben bisher für 2019 einmal mehr eine gute Wahl getroffen und in der Tat ein vortreffliches „Veranstalter – Händchen“ bewiesen.

2019 – ein Jubiläumsjahr für die Ischler Jazzfreunde - könnte DAS Veranstaltungsjahr werden – zumindest für mich.

Vielleicht liegt es einfach daran, dass Emilian und seine bewährte Crew sich verstärkt dem „Jazz – Artverwandtem“ öffnen – das ist gut so und hat sich bei den letzten 3 Veranstaltungen mehr als lohnend herausgestellt. Das Resultat war in allen Fällen beste Stimmung, große Begeisterung und eine gewissen Dankbarkeit des Publikums. In Summe alles eine große Bereicherung für das Ischler Kulturangebot – und das seit Jahrzehnten (siehe Jubiläum!).

Rotem Sivan ist für mich auf dem besten Weg zum „guitar artist“ internationalen Zuschnitts zu werden. Stilsicherheit, großes Können und vor allem die Offenheit für elektronische Erweiterungen bzw. Ergänzungen seines Instruments und damit auch seines Repertoires. Das Ergebnis ist somit die Grundausrichtung seiner Jazz – Basis in Richtung Soul, R&B, Elektronik und natürlich Rockigem!

Sein Begleiter Itamar Gov-Ari bereitet mit seinen Keyboard Akzenten und Soundakzentuierungen die Basis für diese Genregrenzen sprengende Weiterentwicklung.

Die technischen Spielarten entsprechen dem Jahr 2019 – die musikalische Grundorientierung allerdings schon eher den 80igern (Stichwort: Jazz Rock!).

So sind auch die Vorbilder der drei Musiker (für mich) stets irgendwie präsent – manche Gitarrenspielweisen haben vermutlich nicht nur mich an Pat Metheny und andere große Gitarrenepigonen jener Zeit erinnert. Ist auch gut so – also respektvolle Nachlassverwaltung und dazu ein Schuss persönlicher und instrumenteller Innovation.

Da kam Stimmung auf, Begeisterung bei den zahlreichen Besuchern und auch für mich eine starke Wegmarkierung durch das Konzertjahr 2019 (übrigens nicht nur was Jazzkonzerte betrifft!).

Da kommt Freude auf
beim Szenebeobachter Roland Holzwarth

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Foto: Roland Holzwarth

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