Itamar Borochov Quartet

Landesmusikschule, Bad Goisern
21.03.2019

Itamar Borochov
: trumpet
Rob Clearfield: piano
Cedric Raymond: bass
Enrico Morello: drums

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Foto: Roland Holzwarth

Jazzkonzert mit Itamar Borochov in der LMS Bad Goisern
Musik von Welt und zugleich Weltmusik…

Genau das macht die Band um Borochov.
Und das war in der Tat so etwas von toll. Wie sicherlich schon aufgefallen, bin ich etwas empfindlich bei Standard Jazz Konzerten in diesem meinen/unseren Umfeld.
Aber bereits bei der ersten Nummer vom Borochov Ensemble habe ich ungefähr gewusst, wie diese heutige Kritik ausfallen muss.
Großartig – jawohl – und genau so muss in der Jetztzeit Jazzmusik angelegt sein und entsprechend umgesetzt werden. Mir wurde schnell klar, dass Borochov und seine Leute (allesamt aus dem New Yorker Umfeld!!) etwas ganz besonderes vorhaben. Breites thematisches Spektrum, dazu eine Stilvielfalt von großer Breite und Intensität. Dazu ein wunderbares handwerkliches Können. Genau diese Komponenten machen diese Band so stilsicher und mutig.
So entsteht der notwendige Mut zum Wagnis und nur so kann ein tolles Ensemblespiel und ausgeprägte individuelle Leistung entstehen.
Alles geschieht an diesem Abend, aber das war kein Zufall. Alles das Ergebnis von Superlativen – große Einzelkönner mit hörbarem Bekenntnis zur Teamleistung.

Genauso stellt man sich ein unvergessliches Jazz – Ereignis vor.
Also hat sich dieses Mal der Mut zum Veranstalterrisiko bei den Jazzfreunden Bad Ischl mehr als gelohnt (hoffentlich auch finanziell!?)
meint
Roland Holzwarth (Szenebeobachter)IBQ 24 RH
Foto: Roland Holzwarth

Blue Nights mit Itamar Borochov in Bad Goisern

Wichtige Gäste wie die israelische Botschafterin in Österreich, Talya Lador-Fresher, der Ischler Bürgermeister Hannes Heide, Hubert von Goisern und Christian Öhler besuchten das Konzert der Jazzfreunde Bad Ischl. Itamar Borochov Quartett gastierte am 21. März in der Landesmusikschule Bad Goisern, um verschiedene Musikkulturen verschmelzen zu lassen. Der israelische Trompeter Itamar Borochov und seine Begleiter Rob Clearfield (Klavier), Cedric Raymond (Bass) und Enrico Morello (Schlagzeug) berührten ihre Zuhörer in der Tiefe der Seele. Mit Stücken aus dem neuen Album „Blue Nights“ 2018 wie Motherlands, Blue Nights, Garden Dog Sleeps, Daasa!, Right Now, Broken Vessels und Take Me to the Bridge brachten die Musiker einen eleganten, aber gleichzeitig leidenschaftlichen und temperamentvollen Jazz ins Salzkammergut. Ihre Musik kann man als kraftvoll und energiegeladen bezeichnen. In den lauten dynamischen Phasen dominierten Motorik, Intensität und Virtuosität. In den sentimentalen Abschnitten verzauberte sie jedoch mit einem weichen, warmen Ton und wunderschönen Melodien. Stets sorgte die arabisch-orientalische Färbung – bei der „Maqam“ und Vierteltonschritte wichtige Begriffe sind – für außergewöhnliche musikalische Momente. Sodass am Ende neue, eigenständige Klänge entstanden. Der Abend war ein weiteres Beispiel für die Weltoffenheit des modernen Jazz. Dieser Still kam beim Publikum sehr gut an.

Mag. Yuliya Atzmanstorfer
IBQ 11 YA

Foto: Yuliya Atzmanstorfer

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