Diabaté & Puschnig & Koita

Weinhaus Attwenger, Bad Ischl
24.01.2019

Mamadou Diabaté: balafon, ngoni, talking drum, vocal
Wolfgang Puschnig: saxophone, flute
Hamidou Koita: percussion & vocal

DPK 13 YAFoto: Yuliya Atzmanstorfer
DPK 10 RH
Foto: Roland Holzwarth
DPK 11 RH

DPK 13 RH

Voller afrikanischer Romantik

Mit einem Abend voller afrikanischer Romantik begann das Jubiläumsjahr der Jazzfreunde Bad Ischl. Mamadou Diabaté (Balafon, Ngoni und Vokal), Wolfgang Puschnig (Saxofon und Flöte) und Hamidou Koita (Perkussion und Vokal) sorgten am 24. Jänner für außergewöhnliche Momente im ausverkauften Weinhaus Attwenger.
Bitte Luft holen“ hieß es für das Publikum mit einer Vielzahl energiegeladener Songs, welche mit spannender Melodik, Vitalität und prickelnder Frische überraschten. Koita und Diabaté begeisterten mit kräftigen und schönen Stimmen, Puschnig und Diabaté ergänzten den vokalen Anfang mit ihrem virtuosen und vollblütigen Spiel.
Anhaltender Applaus und mehrere Zugaben folgten. Danke Afrika für deine Farben, Lebensfreude und Musik!

Yuliya Atzmanstorfer, Januar 2019

DPK 30 MM
Foto: Manfred Madlberger


Jazzfreunde-Saison ist eröffnet
Mit einem weltmusikalisch angehauchten Abend im Weinhaus Attwenger starteten die Jazzfreunde in ihre Konzertsaison 2019.
In diesem jahr feiern die Jazzfreunde ihr 40-jähriges Bestehen. Eröffnet wurde das Jibiläumsjahr mit dem Auftritt von mamadou Diabaté, Hamidou Koita und Wolfgang Puschnig.
Ursprünglich als Duo-Konzert angekündigt, brachten Diabaté (Balafon. Ngoni) und Puschnig (Saxofon. Flöte) Überraschungsgast Koita (Perkussions-Instrumente) mit. Das Publikum in der sehr vollen Attwenger-Stube erlebte einen Abend, der wie ein stimmiges musikalisches Gespräch zwischen zwei Kontinenten anmutete - angenehmer Jazz-Sound mit Weltmusik-Touch. Die räumlich enge Location war für Wolfgang Puschnig "ungewöhnlich...so wie Hausmusik - super, oder?"
Die Zuhörerschaft applaudierte lautstark und erklatschte sich mehrere Zugaben.

Manfred Madlberger - Ischler Woche, 6. Februar 2019

DPK 31 MM
Foto: Manfred Madlberger

„A meets A“ – Fernwehstimmung im gemütlichen heimatlichen Ambiente!

Diabaté und Puschnig verzaubern im Ischler Attwenger.

Heutzutage braucht man bekanntlich zur Sättigung unseres Fernwehs nicht mehr zwingend auf Reisen gehen. Dazu gibt es ja die unterschiedlichsten virtuellen Möglichkeiten der „Flucht“ in die Sehnsucht und dann gibt es eine weitere sinngebende Idee von cleveren Veranstaltern – man bietet an „Fernwehmusik“ in gemütlichem Ambiente.
Genau das war die Versuchsanordnung für einen ansprechenden Abend in der „Schneewüste“ Salzkammergut. Es braucht „nur“ noch angenehme und doch spannungsgeladene Musik irgendwo im Spannungsfeld der Kulturen. Einfach am 24. Jänner 2019 zum „Attwenger“ gegangen sein, und die musikalische Tiefenentspannung ist garantiert.
Dafür sorgte eine afro („A“) – austro („A“) Crossover Combo rund um Mamadou Diabaté und Wolfgang Puschnig. Zur rhythmischen Verstärkung des Ganzen hatte man noch Hamidou Koita eingeflogen. Und so trafen dann die akustischen „Weiten“ Afrikas mit dem Balafon als Hauptmedium auf die „Sax“ Inhalte des Puschnig aus dem Spannungsfeld des Jazz und des Funk.

In einer Art von „Afro – Jazz – Mash up“ entwickelten die Drei ein quasi neues System der Crossover Musik.
Puschnigs routiniert vorgetragene Jazz – Sax Klangwelten verschmolzen in zwei Einheiten auf ganz spielerische und unangestrengte Art und Weise mit dem Burkina Faso typischen Weltmusikansatz und ließen etwas ganz Neues entstehen. Mit neuen Groove Strukturen und diversifizierten Melodieansätzen. Eine spannende Musik zwischen „einfach zum Nachdenken“ und großer Nähe zum Groove.

Sehr lockeres „Gewippe“ beim tiefenentspannten Publikum und große, kulturgesättigte Zufriedenheit kamen auf. So habe ich auch des Öfteren „softes head banging“ der vielen „Silver Ager“ erkennen können.
Diesen kongenialen Musik – Reiseführern folgt man gerne, zumal das ganz ohne großen Aufwand und Kosten passiert.

Bleibt nur noch zu resümieren: Großartig, Sehnsucht erzeugend und mehr als political correct. Das Verständnis für andere Kontinente und Kulturen war die logische Folge

meint Roland Holzwarth