Donnerstag, 22.09.2022
Kalvarienbergkirche - Bad Ischl

Cristina Miguel Martínez & Marcel·lí Bayer
Cristina Miguel Martínez: tenor and alto saxophone
Marcel·lí Bayer: baritone and alto saxophone

  • CristinaMiguelMartnez-MarcellBayer_1_EmilianTantana
  • CristinaMiguelMartnez_EmilianTantana
  • MarcellBayer_1_EmilianTantana
  • MarcellBayer_2_EmilianTantana

Magalí Sare & Manel Fortià
Magalí Sare: vocals
Manel Fortià: bass
  • MagalSare-ManelForti_1_EmilianTantana
  • MagalSare-ManelForti_2_EmilianTantana
  • MagalSare_EmilianTantana
  • ManelForti_EmilianTantana

Im Rahmen der „Catalan Jazz Nights“ leuchteten zwei ganz unterschiedliche Duos die Klangräume der Kalvarienbergkirche aus. Zuerst führten uns zwei Saxofone auf eine Reise ins Weltall, und sogar „Beyond earth“. Die Stücke aus dem Album „Transcendit Terram“ sind genau für solche Kirchenräume gemacht, und auch in einer katalonischen Kirche aufgenommen. Cristina Miguel Martínez und Marcel Bayer spielen sich mit den Klängen, die in der Kirche lange stehen bleiben. Sounds und Stille können sich entfalten, Reibungen, verspielte Girlanden, Groove, Triller, Klappengeräusche. Manchmal extrem leise, dann wieder angriffig und experimentell – eine zuweilen auch sperrige, intime Klangreise.
Ganz anders dann das zweite Duo. Gesang und Bass – fehlt da nicht was? Ganz im Gegenteil, Bassist Manel Fortià benützt den Bass gleichzeitig auch als Akkord - und Perkussionsinstrument. Er begleitet und kontrapunktiert die Sängerin Magalí Sare mit poetischer Kammermusikalität. Mit ihrer klaren, hellen, extrem wandlungsfähigen Stimme erzählt Magalí Geschichten, es sind Lieder aus Südamerika (z.B. Venezuela) genauso wie aus der iberischen Halbinsel, oder ein Bolero, ein Song aus Kuba. Der Kontrabass muss als Rhythmusinstrument herhalten, sie bearbeiten den Bass zu zweit, die Sängerin streicht mit einem Mini-Bogen und entlockt dem Instrument schräge Effekte. Magalí Sare gab auch eine Solo- Gesangseinlage auf Deutsch, dann ist sie wieder spanisch-emotional, rhythmisch wütend, oder ganz sanft schwebend.
Und am Ende improvisierten alle vier zusammen – aus der „Art of Duo“ wurde die „Art of Quartet“ - ein wunderbarer Abschluss eines hochkarätigen stimmungsvollen Konzertabends.
Birgit Kain, 25. September 2022
  • ArtOfDuo_1_EmilianTantana
  • ArtOfDuo_2_EmilianTantana
  • ArtOfDuo_3_EmilianTantana
  • ArtOfDuo_4_EmilianTantana


Mit freundlicher Unterstützung des Ramon Llull-Instituts
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